Eine Materialwissensplattform aufbauen
Die Material-Kollektion des SCDH kuratiert und macht Materialien für Gesundheitsbauten und öffentliche Gebäude frei zugänglich — digital wie physisch. Architekten, Planer und Betreiber finden dort über 110 geprüfte Materialien, verknüpft mit Referenzbauten, harmonisierten Datenblättern und wissenschaftlichen Publikationen.
Produktübersicht mit mehrdimensionaler Filternavigation nach Projekt, Anwendungsbereich, Kategorie und technischen Eigenschaften
Verknüpfung von Materialien mit realen Referenzbauten — von Alterszentren bis Kantonsspitäler
Standardisiertes Datenblatt mit technischen Spezifikationen, Evidenz und Projektreferenzen
Jedes Material durchläuft einen definierten Aufnahmeprozess: Hersteller liefern Rohdaten und Muster, das Team prüft, normiert und reichert mit Referenzen an. Das Ergebnis ist ein vergleichbares, herunterladbares Datenblatt — ein Standard, den es in der Branche vorher nicht gab.
Herausforderungen
Die grösste konzeptionelle Herausforderung war die Datenstandardisierung: Hersteller liefern Produktinformationen in völlig unterschiedlichen Formaten, Tiefen und Sprachen. Ein harmonisiertes Datenblatt zu entwickeln, das sowohl für technische Spezifikationen als auch für wahrnehmungsbezogene Eigenschaften funktioniert, erforderte intensive Iteration mit Architekten, Herstellern und Forschenden.
Gleichzeitig musste ein tragfähiges Dienstleistungsmodell entwickelt werden: Wer zahlt für die Aufnahme? Wie wird die Qualität langfristig gesichert? Welche Anreize haben Hersteller mitzumachen? Die Antworten darauf entstanden durch kontinuierliches Prototyping — mit echten Stakeholdern, echten Materialien und echtem Feedback aus dem Planungsalltag.
Die interdisziplinäre Teamführung über Design, Forschung, IT und Kommunikation hinweg — bei gleichzeitiger Budgetverantwortung und laufendem Betrieb — war die operative Hauptaufgabe über die gesamte Projektlaufzeit.
Foto: Ramon Lehmann
Foto: Ramon Lehmann